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Erinnerungsbuch für die
        jüdischen NS-Opfer aus Oldenburg



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Regina Parnes

 
Namen, Schreibweisen
Regina Parnes {Rosenbach}  
Geburt
9.2.1917 Oldbg.
Familie
  1. Mutter: Bertha P. geb. Unger (geb. 4.7.1891 ›Trzebina‹ (Galizien, Österr.), 28.10.1938 n. Polen, abgeschoben, Todesdatum und -ort unbekannt)
  2. Vater: Samuel P. (geb. 4.4.1887 Grodek Jagiellonski (Galizien, Österr.), Todesdatum und -ort unbekannt)
  3. Bruder: Max P. (geb. 20.11.1910 Hannover, dep. 18.11.1941 v. Bremen n. Minsk, gest. 28.7.1942 in Minsk)
  4. Bruder: Julius P. (geb. 6.1.1913 Altenburg (Thüringen), dep. 18.11.1941 v. Bremen n. Minsk, gest. 28.7.1942 in Minsk)
  5. Schwester: Gisela Brand geb. P. (geb. 5.12.1921 Oldbg., emigr. 1.12.1938 n. England)
  6. Schwester: Klara P. (geb. 25.8.1926 Oldbg., Todesdatum und -ort unbekannt)
Beruf
Hausschneiderin
Wohnadressen in Oldbg.
Kurwickstr. 33 (2/17-1/36)
Margaretenstr. 31 (1-6/36)
Kurwickstr. 33 (6/36-1/39)
Kurwickstr. 5 (1/39-3/40)
weitere Wohnorte
29.3.1940 n. Bremen, Wilhelmshavener Str. 3
Haft, Deportation
18.11.1941 v. Bremen n. Minsk, Ankunft 22.11.1941
Tod
28.7.1942 in Minsk
Anmerkungen
die Geschwister Max, Julius, Regina und Gisela sollten am 28.10.1938 wie ihre Eltern und ihre Schwester Klara abgeschoben werden (vgl. Samuel P.), besaßen jedoch keinen gültigen polnischen Reisepaß und konnten auf legalem Weg nicht nach Polen expediert werden, Gisela konnte im Dezember 1938 mit einem Kindertransport nach England emigrieren, die Vorbereitungen für eine Abschiebung der anderen Geschwister über die grüne Grenze bei Kreuzburg (Oberschlesien) Anfang August 1939 waren weit vorangeschritten, als diese durch den Nachweis der Emigrationsabsicht eine Verlängerung der Frist zum Verlassen des Reichsgebiets bis zum 30.9.1939 erwirken konnten, der Kriegsausbruch verhinderte die Emigration nach England
Links
Gedenkbuch Bundesarchiv
Yad Vashem: Gedenkblatt
Zugfahrten in den Untergang. Transport Zug Da 56 von Hamburg nach Minsk am 18.11.1941 (Yad Vashem)
  1. Bildnachweis: StAO, Best. 262-1 G Nr. 263
  2. BArch Berlin, Best. R15.09 (Reichssippenamt), Ergänzungskarten f. Angaben über Abstammung u. Vorbildung der Volkszählung v. 17.5.1939
  3. Bundesarchiv (Koblenz), Internationaler Suchdienst (Arolsen) (Bearb.): Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945. – Koblenz, 1986, S. 1212
  4. Ivers, Holger: Die Abschiebung der polnischen Juden aus Oldenburg. In: Oldenburger Jahrbuch Bd. 89 (1989), S. 97-106, S. 101 ff.
  5. Meyer, Enno: Die im Jahre 1933 in der Stadt Oldenburg i.O. ansässigen jüdischen Familien. Herkunft, berufliche Gliederung, späteres Schicksal. In: Oldenburger Jahrbuch Bd. 71 (1971), S. 31-78, S. 65
  6. Röpcke, Andreas; Rohdenburg, Günther: Namen und Lebensdaten der nach Minsk verschleppten Jüdischen Mitbürger. In: Staatsarchiv Bremen (Hg.), Es geht tatsächlich nach Minsk. Zur Erinnerung an die Deportation von Bremer Juden am 18.11.1941 in das Vernichtungslager Minsk. – Bremen 1992 (Kleine Schriften des Staatsarchivs Bremen, Heft 21), S. 87-107, S. 100
  7. Rohdenburg, Günther; Sommer, Karl-Ludwig: Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wegen ihrer Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft oder nach Kriterien der nationalsozialistischen Rassegesetzgebung als Juden verfolgt wurden. – Bremen: Staatsarchiv, 2006, S. 217
  8. StA Bremen, Best. 4,42/3-71
  9. StA Oldbg., Best. 262-1 G Nr. 193, Bl. 100a
  10. StA Oldbg., Best. 262-1 G Nr. 641 (ab 1939 Stadtarchiv-Zwischenarchiv Oldbg., MF 3), Polizeiamt Oldbg., Abt. P.II.M. (Meldebehörde)



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